Der Mähroboter im Winterquartier

15.11.2019

Im Spätherbst heißt es für den Mähroboter - ab in die Winterpause. Was Sie dabei beachten müssen.

Mähroboter sind aufgrund ihrer verbauten Elektronik und der Akkutechnik keine Freunde des Winters. Spätestens mit einsetzendem Nachtfrost sollte der Rasenroboter sein trockenes, frostfreies Winterquartier beziehen. Dazu sind ein paar Vorbereitungen notwendig, um eine problemlosen Wiedereinsatz im kommenden Frühjahr zu gewährleisten.

Warum muss der Mähroboter ins Winterquartier

Das ist ganz einfach zu beantworten. Ein Mähroboter unterscheidet sich von Maschinen mit Verbrennungsmotor oder kabelgebundenen Elektomotoren durch die verbaute Elektronik. Nicht nur die Akkuleistung leidet unter der Kälte, sondern vor allem Feuchtigkeit, die in mitteleuropäischen Breitengraden ein natürlicher Begleiter des Winters ist, kann bei einem Mähroboter zu zerstörerischen Korrosionen im Akku und an den verbauten Elektronikplatinen führen. Da bei Temperatur unter 5 Grad das Rasenwachstum sowieso aussetzt, besteht auch keine Notwendigkeit, den Roboter winterlichen Wetterbedingungen auszusetzen.
Vor der Wintereinlagerung sollte der Mähroboter noch einmal gründlich gereinigt werden. Gerade nach einem trockenen Sommer hat Staub den Weg ins Innere des Roboters gefunden. Staub ist neben der Kälte und Feuchtigkeit ein weiterer Feind von elektronischen Bauteilen. Bei der Reinigung sowohl des Mähwerkes als auch des Gehäuses wird häufig mit Wasser gearbeitet. Das sollte man bei einem Mähroboter allerdings nur sehr bedingt machen. Das Gehäuse  und das Mähwerk mit einem feuchten Tuch abzuwischen, ist kein Problem. Mit Wasserschlauch oder gar Hochdruckreiniger darf ein Mähroboter nicht gereinigt werden. Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, beauftragt einen Fachbetrieb mit der Reinigung und Inspektion des Roboters. Dort wird auch ein Softwarecheck und gegebenenfalls ein Update der Software durchgeführt. Einen Satz neue Messer sollte man dem Roboter zur nächsten Saison ebenfalls gönnen.

Auch die Ladestation sollte winterfest gemacht werden

Im Idealfall sollten Sie die Ladestation ebenfalls abbauen und ins Trockene holen. Sie ist zwar witterungsresistenter als der Mähroboter, aber auch hier ist eine Platine verbaut. Sofern die Ladestation zum Beispiel durch eine Mährobotergarage geschützt ist, kann die Ladestation gegen Frost gesichert werden. Das erreicht man auch, wenn der Trafo eingesteckt bleibt. Die Stromversorgung der Ladestation erzeugt Wärme, die wiederum Frostschäden an der Platine vorbeugt. Allerdings hat die Wärme in der Ladestation einen unerfreulichen Nebeneffekt. Nicht nur Elektronik überwintert in den Gärten, sondern auch sehr viele Tiere. Vor allem Insekten wie Ameisen finden sehr schnell heraus, das es sich in der warmen Mährobotergarage deutlich stressfreier überwintern lässt. Diese Untermieter können ebenfalls Schaden an der Station anrichten.
Sofern die Ladestation abgebaut wird, ist zu beachten, das die getrennten Anschlüße der verlegten Kabel geschützt werden. Hier reicht es im Normalfall, die Kabelenden mit Isolierband zu umwickeln und zum Beispiel durch einen Plastikbeutel vor Nässe zu schützen. Sinnvoll ist es, vor dem Trennen die Kabel zu markieren, um sich im Frühjahr den Wiederanschluß zu erleichtern.